Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Arbeitsrecht in Kiel

Pflichtfach Praktische Studienzeit
Schwerpunktbereichsstudium Schlüsselqualifikationen
Juristischer Vorbereitungsdienst Sehlendorfer Studientage
Arbeitsrechtliches Praktikerseminar Examensvorbereitung
Musterstudienpläne

 

A. Arbeitsrecht im Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

I. Arbeitsrechtliche Traditionslinien

Das Arbeitsrecht ist innerhalb des Studiums der Rechtswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Kiel ein fester Bestandteil. Mit ihrem Lehrangebot trägt die Fakultät einer langen arbeitsrechtlichen Tradition Rechnung, die mit Arthur Nikisch begründet wurde. Mit seinem auf drei Bänden angelegten und z.T. in 3. Auflage erschienen Lehrbuch zum Arbeitsrecht bildete er nicht nur über mehr als ein Jahrzehnt ein Gegengewicht zu dem von Alfred Hueck und Hans Carl Nipperdey verfassten und ebenfalls dreibändigen arbeitsrechtlichen Lehrbuch, sondern leistete zudem bei der wissenschaftlichen Aufbereitung des Arbeitsrechts Pionierarbeit, die unverändert von Bedeutung ist. Nach seinem Tode führten die arbeitsrechtliche Tradition in Kiel zunächst fort der spätere Richter des BVerfG, Alfred Söllner, sodann Wolfgang Thiele und Franz Jürgen Säcker (1983-1994) sowie die bis zum Jahre 2005 bzw. 2006 in Kiel lehrenden Peter Kreutz und Dieter Reuter. Seitdem hat Hartmut Oetker die Pflege des Arbeitsrechts an der Kieler Fakultät übernommen.

II. Arbeitsrecht als Teil des Pflichtfaches "Bürgerliches Recht"

Nach § 3 Abs. 2 JAVO zählen die Kernbereiche des Bürgerlichen Rechts zu den Pflichtfächern des rechtswissenschaftlichen Studiums, aus dem insgesamt drei der sechs Aufsichtsarbeiten im Rahmen der staatlichen Pflichtfachprüfung stammen. § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 JAVO bestimmt zudem, dass eine der bürgerlich-rechtlichen Aufsichtsarbeiten ihren Schwerpunkt auch im Arbeitsrecht haben kann.

Zur Vermittlung des arbeitsrechtlichen Pflichtfachstoffes bietet die Fakultät die dreistündige Vorlesung "Arbeitsrecht im Überblick" (Arbeitsrecht I) an, die nach dem Studienplan der Fakultät für das 4. Fachsemester vorgesehen ist und deshalb stets im Sommersemester gelesen wird.

Inhaltlich beschränkt sich der Pflichtfachstoff auf die Kernbereiche des Individualarbeitsrechts, also die Begründung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie dessen Inhalt. Demgegenüber ist das kollektive Arbeitsrecht nur in eingeschränktem Umfange Bestandteil des Pflichtfachstoffes. Lediglich die auf das Arbeitsverhältnis bezogenen Regelungen aus dem Betriebsverfassungs- und dem Tarifvertragsrecht sind von allen Studierenden im Rahmen der staatlichen Pflichtfachprüfung zu beherrschen (siehe auch § 3 Abs. 3 Nr. 4 JAVO).

Da das Arbeitsrecht aus Kapazitätsgründen nicht in den von der Fakultät zur Examensvorbereitung angebotenen Wiederholungs- und Vertiefungskurs integriert werden kann, bietet es sich für Studierende des 8. Fachsemesters an, durch einen wiederholten Besuch der Vorlesung "Arbeitsrecht im Überblick" (Arbeitsrecht I), die examensrelevanten Materien zu wiederholen und anhand der ausgegebenen Materialien zu vertiefen. Aus diesem Grunde wird die Vorlesung so angeboten, dass keine zeitlichen Überschneidungen mit den Veranstaltungen im Rahmen des Wiederholungs- und Vertiefungskurses auftreten. Zudem ist sichergestellt, dass im Rahmen des von der Fakultät angebotenen Examensübungsklausurenkurses jedenfalls eine Klausur mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt bearbeitet werden kann. Weitere Möglichkeiten zur Wiederholung des arbeitsrechtlichen Pflichtfachstoffes bieten die Lehrveranstaltungen der Fakultät zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die einen arbeitsrechtlichen Themenschwerpunkt haben (siehe unten A. V.).

III. Praktische Studienzeit im Arbeitsrecht

Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung ist nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 JAVO die Absolvierung von praktischen Studienzeiten. Dazu eröffnet § 4 Abs. 2 Nr. 3 JAVO auch die Möglichkeit, sich in dieser Zeit für einen Monat dem Arbeitsrecht zu widmen. In Betracht kommen hierfür neben Fachanwälten für Arbeitsrecht sowie Arbeitsgerichten auch Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Unternehmen, sofern diese als Ausbildungsstationen im Rahmen des Vorbereitungsdienstes in Betracht kommen.

Da die praktischen Studienzeiten in beliebiger Reihenfolge abgeleistet werden können und die Studierenden für die Gesamtdauer von drei Monaten bis zu ihrem Antrag auf Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung Zeit haben, ist der Ertrag für die Ausbildung am größten, wenn die praktische Studienzeit mit dem arbeitsrechtlichen Schwerpunktbereichstudium (dazu unten A. IV.) verknüpft wird. In Betracht kommt hierfür insbesondere die vorlesungsfreie Zeit im Sommersemester nach Besuch der Vorlesung "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Betrieb und Unternehmen" (Arbeitsrecht III) und vor der etwaigen Ausgabe der wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen der Schwerpunktbereichsprüfung. Möglich ist aber auch, die Absolvierung einer arbeitsrechtlich ausgerichteten praktischen Studienzeit als Einstieg für das Schwerpunktbereichsstudium zu wählen. Zu bedenken ist aber stets, dass der individuelle "Gewinn" der praktischen Studienzeit umso größer ist, je umfangreicher die fachlichen Vorkenntnisse sind.

Bei der Vermittlung von entsprechenden Praktikumsplätzen bei den Arbeitsgerichten, Fachanwälten für Arbeitsrecht oder den Verbänden sowie Unternehmen ist Prof. Oetker gerne behilflich.

IV. Arbeitsrecht als Teil des Schwerpunktbereichsstudiums

Im Rahmen des von der Fakultät angebotenen Schwerpunktbereichsstudium ist das Arbeitsrecht in den Schwerpunkt "Wirtschaftsrecht mit Ausprägung Arbeitsrecht" (SP 4.1.) integriert und umfasst Lehrveranstaltungen mit einem Gesamtumfang von insgesamt acht Semesterwochenstunden. Die jeweils zweistündigen und für das 5. bzw. 6. Fachsemester vorgesehenen Lehrveranstaltungen bauen unmittelbar auf der im 4. Semester angebotenen Vorlesung "Arbeitsrecht im Überblick" (Arbeitsrecht I) auf und vertiefen die Gebiete des kollektiven Arbeitsrechts.

Den Einstieg in die arbeitsrechtliche Facette des Schwerpunktbereichsstudiums bildet die Vorlesung "Tarif- und Arbeitskampfrecht" (Arbeitsrecht II). Sie wird im Wintersemester angeboten und richtet sich an Studierende des 5. Fachsemesters und behandelt vornehmlich das Tarifvertragsrecht, wobei Abschluss, Inhalt und Beendigung von Tarifverträge sowie deren spezifische Rechtswirkungen im Vordergrund stehen. Bezüglich des Arbeitskampfrechts liegt der Schwerpunkt auf den Voraussetzungen rechtmäßiger Arbeitskämpfe sowie deren Auswirkungen auf das Einzelarbeitsverhältnis. Zur Ergänzung und Vertiefung des in der Vorlesung vermittelten Stoffes müssen die Studierenden des Schwerpunktbereiches 4.1, die im Wintersemester angebotene Veranstaltung "Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht" bei Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Prof. Dr. Stefan Lunk besuchen, die zugleich der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen dient (siehe unten A. V.).

Fortgesetzt wird der arbeitsrechtliche Teil des Schwerpunktbereichsstudiums durch die im Sommersemester angebotene Lehrveranstaltung "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Betrieb und Unternehmen" (Arbeitsrecht III). Sie richtet sich an Studierende des 6. Fachsemesters. In ihr wird insbesondere das Betriebsverfassungsrecht vertieft, wobei die Beteiligungsrechte des Betriebsrates sowie das Recht der betrieblichen Einigung im Mittelpunkt stehen. Bestandteil der Vorlesung ist auch das Recht der Unternehmensmitbestimmung, wobei die Vermittlung der Grundstrukturen der differenziert ausgestalteten Materie im Vordergrund steht; zugleich ergänzt dieser Teil der Vorlesung die dem Kapitalgesellschaftsrecht gewidmeten Lehrveranstaltungen. Ergänzt wird der Stoff der Vorlesung durch die der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen dienende Lehrveranstaltung "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Praxis" (siehe unten A. V.).

Ferner haben die Studierenden ein arbeitsrechtliches Seminar zu besuchen, um insbesondere die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens im Rahmen einer Seminararbeit zu erlernen bzw. zu trainieren. Hierfür bieten sich insbesondere die jährlich zum Ende des Sommersemesters durchgeführten "Sehlendorfer Studientage" an (dazu auch unten B. I.).

Das Schwerpunktbereichsstudium wird abgeschlossen durch die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit und eine mündliche Prüfung, die sich sowohl auf die vorgelegte wissenschaftliche Arbeit (Disputation) als auch auf das gesamte fachliche Spektrum des gewählten Schwerpunktbereichs erstreckt. Unter dem Vorbehalt entsprechender Prüfungskapazitäten wird den Studierenden ermöglicht, ihre wissenschaftliche Arbeit im Arbeitsrecht zu verfassen, wobei die ausgegebenen (Themen-)Arbeiten insbesondere die Materien des kollektiven Arbeitsrechts zum Gegenstand haben.

V. Vermittlung von Schlüsselqualifikationen auch im Arbeitsrecht

Die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung setzt nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 JAVO die Teilnahme an mindestens einer Lehrveranstaltung voraus, in der Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Dort erhalten die Studierenden regelmäßig Gelegenheit, überschaubare praxisrelevante Sachverhalte in Kleingruppen zu diskutieren und spontan Lösungen zu entwickeln. Dem Erlangen der Schlüsselqualifikationen dienen ferner regelmäßig am Semesterende durchgeführte Exkursionen in Betriebe, zu Arbeitsgerichten etc., um die Verknüpfung mit der Praxis zu belegen. Die Vermittlung arbeitsrechtlicher Grundbegriffe auch in englischer Sprache verstärken den Praxisbezug dieser Veranstaltungen. Angeboten werden die Veranstaltungen insbesondere von Prof. Dr. Stefan Lunk, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht der Kanzlei LATHAM & WATKINS in Hamburg.

Um insbesondere auch eine Verknüpfung mit den Inhalten der arbeitsrechtlichen Lehrveranstaltungen des SP 4.1 herzustellen, wird von Herrn Prof. Dr. Lunk regelmäßig im Sommersemester eine Veranstaltung "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Praxis" angeboten, die die in der Vorlesung "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Betrieb und Unternehmen" (Arbeitsrecht III) behandelten Themen aufgreift und vor allem aus Sicht der arbeitsrechtlichen Praxis beleuchtet. Im Wintersemester bietet Herr Prof. Dr. Lunk regelmäßig eine Lehrveranstaltung zur "Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht" an. Soweit sich diese auf die für die Vertragsgestaltung relevanten Materien des kollektiven Arbeitsrechts erstreckt (Betriebsvereinbarungen, Tarifverträge) ergänzt die Veranstaltung insbesondere die Vorlesung "Tarif- und Arbeitskampfrecht" (Arbeitsrecht II).

VI. Die Brücke vom Schwerpunktbereichsstudium zum Vorbereitungsdienst

Auch im Vorbereitungsdienst des Landes Schleswig-Holstein haben Rechtsreferendare im Rahmen einer dreimonatigen Wahlstation die Möglichkeit, ihre arbeitsrechtlichen Fertigkeiten auszubauen, indem sie den Schwerpunktbereich "Arbeit und Soziales" wählen (§ 32 Abs. 3 Nr. 6 JAVO), aus dem nicht nur der mit 8 Prozent in die Gesamtnote einfließende Aktenvortrag stammt, sondern der auch mit 5,5 Prozent der Gesamtnote in das anschließende Prüfungsgesprächs einfließt. Neben der Wahlstation kann das Arbeitsrecht darüber hinaus im Rahmen der neun Monate umfassenden Station bei einem Rechtsanwalt vertieft werden; insoweit bieten sich insbesondere Kanzleien mit deutlichem Schwerpunkt im Arbeitsrecht an (Fachanwälte für Arbeitsrecht).

Studierenden, die das Schwerpunktbereichsstudium - wegen des Freiversuchs im Rahmen der staatlichen Pflichtfachprüfung - bereits im 7. Fachsemester abschließen und das Arbeitsrecht im Rahmen des Vorbereitungsdienstes fortsetzen wollen, wird dringend angeraten, ihre arbeitsrechtlichen Fähigkeiten auch nach erfolgreich abgelegter Prüfung im Schwerpunktbereich durch den fortgesetzten Besuch der Lehrveranstaltungen weiter zu vervollkommnen. Hierfür bieten sich nicht nur die Lehrveranstaltungen zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen (siehe oben A. V.), sondern auch Seminare an.

Insbesondere bei späteren Bewerbungen hat die durch mehrere Seminarscheine dokumentierte nachhaltige Vertiefung mit arbeitsrechtlichen Fragestellungen nicht zu unterschätzende Vorteile. Das gilt nicht nur für Bewerbungen bei entsprechenden Ausbildungsstationen im Rahmen des Vorbereitungsdienstes, sondern auch bei späteren Bewerbungen nach erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes. Zudem sind Seminararbeiten eine gute Probe, ob die Anfertigung einer arbeitsrechtlichen Dissertation in Angriff genommen werden soll; zudem setzt die Promotionsordnung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät für die Zulassung die Absolvierung eines mit "vollbefriedigend" benoteten Seminars voraus.

VII. Musterstudienpläne

Die vorstehend aufgezeigten Möglichkeiten für das Studium des Arbeitsrechts in Kiel erlauben folgenden exemplarischen Studienverlauf:

Fachsemester Vorlesungen
Weitere Veranstaltungen
4 Arbeitsrecht I (3 SWS) --
5 Arbeitsrecht II (2 SWS) Schlüsselqualifikation:
Vertragsgestaltung im Arbeitsrecht (2 SWS)
6 Arbeitsrecht III (2 SWS)
  • Schlüsselqualifikation: "Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Praxis" (2 SWS)
  • Arbeitsrechtliches Seminar (Sehlendorfer Studientage)
7 Seminar im Arbeitsrecht mit Prüfungen siehe 5. Fachsemester
8 Zur Wiederholung und Vertiefung
Arbeitsrecht I (3 SWS)
siehe 6. Fachsemester
9
-- siehe 7. Fachsemeter

B. Theorie und Praxis des Arbeitsrechts im Dialog

Das Arbeitsrecht zählt zu denjenigen Rechtsgebieten, bei denen sich Theorie und Praxis in einem steten Dialog befinden. Dieser wird auch in Kiel gepflegt.

I. Sehlendorfer Studientage

Zu den etablierten Institutionen in Schleswig-Holstein für den Austausch von Theorie und Praxis im Arbeitsrecht zählen die alljährlich im Otto-Bagge-Kolleg stattfindenden Sehlendorfer Studientage, die im Januar 2006 zum 19. Mal durchgeführt und bis dahin von Prof. Reuter geleitet wurden. Seitdem führt sie Prof. Oetker durch.

Ziel der Sehlendorfer Studientage ist es insbesondere, den Studierenden erste Einblicke in die arbeitsrechtliche Praxis zu vermitteln, um hierdurch neue Impulse für das weitere Studium im Arbeitsrecht auszulösen und den Blick für die arbeitsrechtlichen Fragestellungen der Praxis zu schärfen. Zugleich bietet das Flair von Sehlendorf die Gelegenheit zu einem ungezwungenen Gedankenaustausch mit arbeitsrechtlichen Praktikern und erleichtert die Knüpfung erster Kontakte für die Ausbildung im Rahmen des Vorbereitungsdienstes und die spätere Berufstätigkeit. Den Abschluss der Sehlendorfer Studientage bildet stets ein Referat durch einen Richter des Bundesarbeitsgerichts.

Für die Studierenden werden die Sehlendorfer Studientage stets als Seminar durchgeführt, so dass die Teilnahme mit der Anfertigung einer Seminararbeit verbunden ist. Für Studierende des Schwerpunktbereichs "Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Arbeitsrecht" ist die Teilnahme an die "Sehlendorfer Studientagen" ein "Muss" und bietet sich sowohl zur Vorbereitung auf die Schwerpunktbereichsprüfung als auch im Anschluss an diese (z.B. im 7. oder 9. Fachsemester) als "Brücke" zum Vorbereitungsdienst an. Um einerseits eine Vertiefung in den für den Schwerpunktbereich relevanten Materien zu ermöglichen, andererseits auch eine rechtzeitige Vorbereitung auf die im Rahmen der Prüfung anzufertigende wissenschaftliche Arbeit zu gewährleisten, wurde der bisherige "Traditionstermin" auf das Sommersemester verschoben. Die Sehlendorfer Studientage finden ab dem Jahre 2007 stets im unmittelbaren Anschluss an die Kieler Woche statt.

II. Arbeitsrechtliches Praktikerseminar

Entsprechend der in verschiedenen Universitätsstädten bestehenden Übung wird seit mit dem Sommersemester 2006 auch in Kiel ein Arbeitsrechtliches Praktikerseminar angeboten. In diesem referieren hochkarätige Vertreter des Arbeitsrechts aus Wissenschaft und Praxis zu aktuellen arbeitsrechtlichen Themen und stellen sich im Anschluss der Diskussion.

Das arbeitsrechtliche Praktikerseminar wird gemeinsam mit Prof. Jacobs von der Bucerius Law School durchgeführt und findet abwechselnd in Hamburg und Kiel statt. Der Besuch der Veranstaltungen ist allen Interessierten eröffnet. Auch für Studierende ist der Besuch stets ein Gewinn, bietet er doch Gelegenheit, an aktuellen Diskussionen und Kontroversen im Arbeitsrecht teilzuhaben und einen ersten Einblick in den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu gewinnen sowie die arbeitsrechtlichen Kenntnisse an ausgewählten Themen zu vertiefen.